DIE GESCHICHTE DER EXPO

DIE GESCHICHTE DER EXPO

Die Weltausstellungen (EXPO) sind internationale Veranstaltungen, die seit der Mitte des 19. Jh. organisiert werden und zur Kommunikation, zum Dialog und zum Frieden zwischen den Ländern beitragen. Die Ausstellungen bewerten in gewisser Hinsicht die Kultur, Geschichte und Bildungsaktivitäten der Welt, bringen die Länder zusammen und gewährleisten den Wissensaustausch für eine bessere Welt.

Das Hauptziel der Weltausstellungen ist, neben der Präsentation der Handelsprodukte, die Ausstellung der Ideen, Kulturreichtümer und Projekte in Bezug auf die Zukunft der Welt, der Austausch von wissenschaftlichem und kulturellem Know-how, die Gewährleistung der Entwicklung neuer Ideen und der soziokulturellen Entwicklung in universeller Dimension. Es wird darauf geachtet, dass die Ausstellungen zu den Besonderheiten des Landes/der Stadt passen, das/die die Ausstellung ausrichtet.

Weltausstellungen konzentrieren sich auf universelle Themen wie Technologie, Innovation und Umweltschutz und bieten den Besuchern die Möglichkeit, das kulturelle Erbe ihrer Länder zu schützen und ihre Erwartungen an ein modernes Leben zu erfüllen.

Die Ausstellungen sind 90-180 Tage geöffnet. Innerhalb dieses Zeitraums beeinflussen sie die Stadt, die Region und das Land positiv. Die Ausstellungen machen die Städte, die sie ausrichten, zu einer Marke und schenken den Städten berühmte Denkmäler. Der Eiffelturm in Paris (La Tour Eiffel), die Vasco da Gama Brücke (Ponte Vasco da Gama) in Lissabon und das Atomium in Brüssel sind nur einige dieser Denkmäler.

Die Ausstellungen sind für die Städte, in der sie stattfinden, auch nach ihrem Ende von besonderem Wert und Bedeutung. Das Ausstellungsgelände in Sevilla ist heute ein Technologiepark, in dem Firmen ansässig sind, die Technologie produzieren und zur Wirtschaft der Stadt und des Landes beitragen.

Die Weltausstellungen werden vom Internationalen Ausstellungsbüro (Bureau International des Expositions-BIE) mit Sitz in Paris veranstaltet. Das BIE veranstaltet alle 5 Jahre eine Weltausstellung (World Expo) mit einem universellen Thema und zwischen zwei Weltausstellungen eine Internationale Ausstellung mit einem speziellen Thema (International Specialized Expo).

Das BIE übernimmt seit 1960 die Schirmherrschaft über die Gartenbauausstellung (International Horticultural Exhibitions), nachdem der Internationale Verband des Erwerbsgartenbaus (International Association of Horticultural Producers-AIPH) ein Land und eine Stadt als Veranstaltungsort ausgewählt hat.

Das BIE hat auch die Schirmherrschaft über die Ausstellung in Mailand (Milan Triennial Exhibition of Decorative Arts and Modern Architecture), die alle drei Jahre mit dem Thema dekorative Künste und moderne Architektur stattfindet.

Die Türkei ist seit dem 5. Oktober 2004 Mitglied im BIE und hat von den 63 Weltausstellungen, die von 1851 bis jetzt stattfanden, zur Zeit des Osmanischen Reiches an 17 und zur Zeit der Republik ebenfalls an 17 Ausstellungen teilgenommen.

 

Weltausstellungen mit Teilnahme der Türkei:

1851- London (England)

1862- London (England)

1867- Paris (Frankreich)

1873- Wien (Österreich)

1876- Philadelphia (USA)

1878- Paris (Frankreich)

1880- Melbourne (Australien)

1888- Barcelona (Spanien)

1889- Paris (Frankreich)

1893- Chicago (USA)

1897- Brüssel (Belgien)

1900- Paris (Frankreich)     

1904- Saint Louis (USA)

1905- Liege (Belgien)

1906- Mailand (Italien)

1910- Brüssel (Belgien)

1915- San Francisco (USA)

1935- Brüssel (Belgien)

1939- New York (USA)

1949- Stockholm (Schweden)

1953- Jerusalem

1953- Rom (Italien)

1958- Brüssel (Belgien)

1962- Seattle (USA)

1970- Osaka (Japan)

1984- New Orleans (USA)

1985- Tsukuba (Japan)

1992- Sevilla (Spanien)

1993- Taejon (Korea)

1998- Lissabon (Portugal)

2000- Hannover (BRD)

2005- Aichi (Japan)

2010- Shanghai (China)

2015- Mailand (Italien)

In der Türkei findet die Internationale Gartenbauausstellung zum ersten Mal vom 23. April - 30. Oktober 2016 mit dem Thema „Blumen und Kinder“ in Antalya statt. Die Vorbereitungen werden vom Ministerium für Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Viehzucht in Kooperation mit der Agentur EXPO 2016 Antalya geführt. Chefkommissar der Ausstellung ist Botschafter Erdoğan Kök.

Die EXPO 2016 Antalya wird mit dem Ziel „Eine grüne Welt für zukünftige Generationen“ ausgerichtet. Unterthemen sind „Geschichte“, „Biodiversität“, „Nachhaltigkeit“ und „Grüne Stadt“.

Das Symbol der Ausstellung ist die Pfingstrose, die Maskottchen sind zwei Kinder namens „Ece“ und „Efe“ in regionaler Tracht.

Die „EXPO 2016 Antalya“ findet auf einem 112 ha großen Gelände statt. Auf dem Gelände werden außer den Ländergärten folgende Attraktionen zu sehen sein: Expo-Turm, der das Hadrianstor symbolisiert, eines der Wahrzeichen von Antalya, das erste Museum für Agrarwirtschaft und Biodiversität der Türkei, Kongresszentrum, Amphitheater, Kinderinsel mit Veranstaltungen, bei denen die Kinder nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen, Wissenschafts- und Technologiezentrum für Kinder, Freizeitgelände für Familien und Kinder, Expo-See, Terrasse in Form einer Pfingstrose, der Symbolblume der Expo 2016 Antalya, Expo-Hügel, Expo-Wald, Kultur- und Kunststraße und Restaurants, die die architektonische Kultur der Türkei widerspiegeln.

Die Gärten der teilnehmenden Länder werden auch nach der Ausstellung für die Besucher geöffnet sein.