Italien Thema

Land:

Italienische Republik

 

Thema:

 

Die Tradition der italienischen Gärten

Um den italienischen Gartenstil zu verstehen, ist es notwendig, zurück zum XV Jahrhundert zu gehen, als die Menschen begannen sich für die natürliche Welt zu interessieren, von einem utilitaristischen und ästhetischen Standpunkt aus. In dieser Zeit wurden die wichtigsten italienischen Villen der Toskana und Latium mit ihren wunderschönen Gärten gebaut.

Der Außenbereich wurde fürs Genießen des Blickes auf den Garten und die Landschaft herum bestimmt, sowie zum Nachdenken und für den Genuss der Sehenswürdigkeiten, Geräusche und Gerüche des Gartens selbst. Das Design basiert auf den Prinzipien der Ordnung und Schönheit, gekennzeichnet durch symmetrische und perspektivische Ansichten und gefüllt mit Brunnen, Statuen, Grotten  und Wasserspielen, die ihre Besitzer erfreuen und die Besucher unterhalten.

Der italienische Gartenstil untersuchte die Beziehung zwischen gebauten Elementen und Außenräumen, um eine besondere Verbindung zwischen ihnen zu schaffen. Neben dem Haupthaus gibt es ein weiteres Gebäude, das diese Bindung mit dem Garten definiert, und das ist der Limonaia oder das Gewächshaus. Traditionell hatte es große, hohe Fenster um Sonnenlicht am Nachmittag zu maximieren und die notwendige Menge an Licht für Pflanzenarten zu garantieren, damit sie überleben.

Ziel der Ausstellung:

Konzeptdesign

Land:  Italienischer Pavillon

Designer:        Architekt Marco Paolo Servalli (Architektur)

Landschaftsarchitekt Guiseppe Lunardini (Garten)

Dimensionen:  1.100 m2

Der italienische Pavillon für die Expo Antalya 2016 zielt darauf italienische Gärten und die wichtigsten Elemente der italienischen Landschaften, mit ihren Gefällen, Terrassen und Trockenmauern, hervorzurufen, die Italien von Norden nach Süden charakterisieren.

Geschichte, Kunst und Essen wurden kombiniert um diesen Pavillon mit einem Design zum Leben zu erwecken, das perfekt traditionelle Elemente mit modernem Design verbindet.

Deswegen entschieden sich die Designer, Architekt Marco Servalli und Landschaftsarchitekt Giuseppe Lunardini, das Gebäude als Limonaia zu entwerfen (ein traditionelles Gewächshaus). Es geschah oft, dass Limonaias Wände aus Stein hatten, während deren Hauptfassade mit Kletterpflanzen bedeckt war. Aus diesem Grund beschlossen sie es mit Trockensteinmauern zu bauen und es mit Jasmin zu bedecken, um eine grüne Wand zu schaffen, die sich dem italienischen Parterre entgegensetzt.

Nach der italienischen Gartentradition wurde ein Kreuzgang zugefügt, auch in Jasmin bedeckt, das die Besucher in den Garten und direkt ins Herz von Italien führt.

Eine typische Vegetation vervollständigt den Pavillon durchs Hinzufügen einer mediterranen Note. Eine Reihe von Zypressen definiert die perspektivische Achse des ganzen Gartens, während die anderen Bäume neue Gefühle und Emotionen schaffen. Weiche Formen, die moderne italienische Gartentrends folgen, ersetzen die starren und geometrischen Formen des Gebäudes, während das Grüne der Buchsenhecken sich den Farben der saisonalen Blüten entgegensetzt.

 

Inhalt der Ausstellung:

Hauptpflanzenarten

Besucher des italienischen Pavillons können den echten Geruch der italienischen Landschaften erleben, dank einer Auswahl an typisch mediterranen Pflanzenarten.

Solche Arten sind große Bäume wie Cinnamomum camphora, Cupressus sempervirens pyramidalis, Morus alba platanifolia, Olea europaea, Quercus ilex, Quercus suber.

Büsche und Sträucher wie Arbutus unedo, Laurus nobilis, Osmanthus fragrans, Abelia grandiflora, Buxus sempervirens faulkner, Escallonia floribunda, Lavandula spica, Pennisetum alopecuroides, Pittosporum tobira, Red roses, Rosmarinus officinalis "repens", Teucrium fruticans.

Einige Kletterpflanzen wie Rhyncospermum jasminoides und Roses (verschiedene Arten).

 

Aktivitäten:

Führung durch den Garten

Der italienische Pavillon hat drei Eingänge. Der Haupteingang ist von einem grünen Exedra definiert und führt zu dem Kreuzgang und dem Pavillon.

Bevor sie das Gebäude erreichen, werden die Besucher zwei verschiedene grüne Zimmer finden, eine auf ihrer linken und die andere auf ihrer rechten Seite. Das Erste ist ein Spielplatz, wo die Kinder sich umgeben von Olivenbäumen vergnügen können, während das Zweite ein geheimer Garten mit Maulbeeren und Steineichen ist, wo die Besucher einige italienische Köstlichkeiten in einem der drei Essecken im Inneren des Gartens probieren können.

Wenn man einmal im Kreuzgang ist, nachdem man einige traditionelle italienische Gerichte an der zweiten Essecke gekostet hat, muss man eine Wahl treffen: Den Pavillon betreten oder den Rest des Gartens erkunden. Besucher, die sich entschieden haben den Garten zu entdecken, werden ein Stück eines italienischem Parterre mit Buchbaumhecken, Terrakottakrügen und Kieswegen finden. Am Ende des italienischen Gartens wird ein abfallender Weg mit saisonalen Blüten und Gräsern die Besucher sanft außerhalb des italienischen Pavillons führen.

Besucher die bereit sind den italienischen Pavillon in Detail zu erkunden, können die letzte Essecke entdecken, indem sie einfach nach links und in ein einziges grünes Zimmer auf dieser Seite des Pavillons gehen, gefüllt mit Rosmarinbüschen, und von wo aus sie einen herrlichen Blick auf die Weinberge genießen können.