Land:

Georgien

Thema:

Georgien - Kolchis - Mehr als eine Legende

Ziel der Ausstellung:

Einheimische Flora von Westgeorgien

Inhalt der Ausstellung:

Nadel- und Laubbäume und Sträucher werden im zonalen Prinzip vorgestellt, sowie ein dekorativer Pool, künstlicher Weg und ethnografische Elemente.

Aktivitäten:

Bereitstellung von Informationen übers Kolchis Ökosystem auf der Ausstellung.

Hintergrund:

Kolchis Waldreservat am Batumi botanischen Garten

Ein typischer Kolchis-Wald ist der erste Schritt der Waldvegetation. Seine natürlichen vertikalen Grenzen entlang der Uferzone strecken sich von 15-25 m bis 500 m über dem Meeresspiegel.

Derzeit ist der Kolchis-Wald, der etwa 200-250 m über dem Meeresspiegel liegt, größtenteils entwaldet und nur in Fragmenten hier und dort aufbewahrt. Man kann den Kolchis-Wald am besten in seiner unveränderten und primären Form sehen in den Reservaten in den Transcaucasia feuchten Subtropen - phytogeografische Abteilung des Batumi botanischen Gartens.

Warmes und feuchtes subtropisches Klima ist die Vorbedingung für den Reichtum und die Vielfalt der Kolchis-Waldvegetation. Hier können wir die Mehrheit der Relikt-alten Gehölze, die in Adscharien verbreitet sind, sehen. Der Unterwald ist reich an immergrünen Sträuchern und Lianen. Es gibt auch viele Tertiär Relikte in der Krautschicht. Daher wird der Kolchis-Wald manchmal das lebendige Museum der alten Flora genannt.  

Der gemischte Kolchis-Wald wird durch Nadel- und Laubholzarten vertreten. Der hohe und relativ flache Kreis besteht hauptsächlich aus Ostbuche (Fagus orientalis), europäischer Linde (Tilia caucasica), Kastanie (Castanea sativa), Erle (Alnus barbata) und kaukasischer Hainbuche (Carpinus caucasica). Reliktarten sind auch in Einzelbaumen gefunden: europäischer Nussbaum (Pterocarya pterocarpa), Ulme (Ulmus glabra), Eibe (Taxus baccata), europäischer Kaki (Diospyros Lotus), Feigenbaum (Ficus carica), Bitterkirsche (Cerasus avium), die den Kolchis-Wald bereichern. Daher wird der Kolchis-Wald als poly-dominante Gruppierung betrachtet, in dem verschiedene Laubbaumarten überwiegen.

Der Unterwald des Kolchis-Waldes ist die dickste und immergrünste Schicht, die von Sträuchern und Büschen dargestellt wird: (Rhododendron ponticum), Kirschlorbeer (Laurocerasus officinalis), Stechpalme (Ilex colchica), Buchsbaum (Buxus colchica) und die seltene (Phillyrea medwedewii), die oft in baumartigen Formen nur entlang der Küste von Adscharien vertreten sind. Von den Laubbaumarten sind die folgenden berühmt in dieser Schicht: Rhododendron (Rhododendron luteum), Preiselbeere (Vaccinium Arctostaphyllos) und gemeiner Schneeball (Viburnum opulus), und seltener Spindelbäume (Euonymus leiophlea). Unterhalb dieser Schicht gibt es Daphne pontica und Ruscus colchicus.

Lianen, Kolchis Efeu (Hedera colchica), Stechwinden (Smilax excelsa) und eine große Menge an Farnen geben dem Kolchis-Wald ein besonderes Aussehen, das ihm Ähnlichkeit mit den tropischen Wäldern verleiht.